Nach Erhalt des Baugenehmigungsbescheids hast du 3 Jahre Zeit, um mit den Bauarbeiten zu beginnen – aber bevor die Baustelle startet, warten einige formale Schritte auf dich, die das Baurecht jedem Bauherrn auferlegt. Bei einem Modulhaus entscheidet die Reihenfolge dieser Schritte darüber, ob du die gesamte Investition in 89 Tagen abschließen kannst.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Baugenehmigung wird erst 14 Tage nach Zustellung an alle Parteien rechtskräftig – vor Ablauf dieser Frist dürfen Bauarbeiten nicht legal begonnen werden.
- Die Mitteilung an die zuständige Bauaufsichtsbehörde über den Beginn der Arbeiten muss mindestens 7 Tage vor dem geplanten Start beim PINB eingehen – die Missachtung dieser Pflicht qualifiziert den Bau als Schwarzbau.
- Bei einem Modulhaus laufen die Fundamentarbeiten und die Modulproduktion im Werk parallel ab, daher müssen die Formalitäten nach Erhalt der Genehmigung – Bestellung des Bauleiters, Bautagebuch, Mitteilung an das PINB – unverzüglich erledigt werden, um den Zeitplan nicht zu blockieren.
- Der Vermessungsingenieur muss den Gebäudegrundriss auf dem Grundstück vor der Fundamenterstellung abstecken und nach Abschluss des Baus eine Bestandsaufnahme nach Fertigstellung erstellen – beide Aufträge organisiert der Bauherr selbst oder mit Unterstützung des Herstellers.
- Ein Modulhaus von PARTNER kann innerhalb von 14 Tagen nach Einreichung der Fertigstellungsanzeige legal bezogen werden, vorausgesetzt, die Bestandsdokumentation und die Abnahmen der Installationen sind vollständig.

Ich habe eine Baugenehmigung, was nun?
Die Baugenehmigung ist ein Verwaltungsakt, der von der zuständigen Behörde – dem Landrat oder dem Oberbürgermeister – erlassen wird und die Aufnahme und Durchführung von Bauarbeiten gemäß dem Bauprojekt erlaubt. Das Dokument selbst startet den Bau nicht. Bevor die Teams auf das Grundstück kommen, muss der Bauherr eine Reihe von Pflichten erfüllen, die sich direkt aus dem Baurecht ergeben.
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Schritt 1 – Prüfe, wann der Genehmigungsbescheid endgültig wird
Der Baugenehmigungsbescheid wird nach 14 Tagen ab Zustellung an alle Verfahrensbeteiligten endgültig. Erst ein endgültiger Bescheid berechtigt zum legalen Beginn der Arbeiten.
Wenn eine der Parteien – z. B. ein Nachbar – Widerspruch einlegt, ist der Bescheid erst nach Entscheidung des Widerspruchs durch die höhere Instanz (Woiwodschaftsinspektorat für Bauaufsicht) endgültig. Prüfe vor Vertragsunterzeichnung mit dem Hersteller, ob deine Baugenehmigung bereits endgültig ist. Dies überprüfst du durch den Stempel „endgültig“ auf dem Dokument oder durch eine Anfrage beim Landratsamt.
Schritt 2 – Bestelle einen Bauleiter
Beim Bau eines Einfamilienhauses mit Genehmigung ist ein Bauleiter erforderlich. Dies ist eine Person mit Bauleiterbefugnissen für die Leitung von Bauarbeiten in der entsprechenden Fachrichtung – für ein Wohnhaus sind dies statisch-konstruktive Befugnisse.
Der Bauleiter ist verantwortlich für:
- die Übereinstimmung der Bauausführung mit dem Bauprojekt und den Vorschriften,
- Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle,
- die Führung des Bautagebuchs,
- die Sicherung des Baugrundstücks,
- die Meldung aller Unregelmäßigkeiten an den Bauherrn und die Aufsichtsbehörden.
Der Bauleiter muss nicht vom Haushersteller angestellt sein – es kann eine vom Bauherrn benannte Person sein. Bei Modulhäusern von PARTNER hilft das Unternehmen bei der Organisation eines Bauleiters, wenn der Bauherr keinen eigenen Kontakt hat. Das ist eine echte Zeitersparnis, denn die eigenständige Suche nach einem qualifizierten Bauleiter in beliebten Gegenden kann mehrere Wochen dauern.
Schritt 3 – Bautagebuch abholen und abstempeln lassen
Das Bautagebuch ist ein amtliches Dokument, in dem der Verlauf der Bauarbeiten festgehalten wird. Ohne Bautagebuch dürfen Arbeiten beim Bau mit Genehmigung nicht legal durchgeführt werden.
Das Bautagebuch wird beim Landratsamt oder Stadtamt abgeholt, das für den Standort des Grundstücks zuständig ist. Es kostet einige Zloty. Die zuständige Behörde stempelt das Bautagebuch bei der Ausgabe ab – nur ein abgestempeltes Bautagebuch hat amtliche Gültigkeit.
Der erste Eintrag in das Tagebuch erfolgt durch den Bauleiter – dies ist eine Erklärung über die Übernahme der Bauleitungsverpflichtung. Jeder weitere Eintrag betrifft den Arbeitsfortschritt, Besuche des Bauinspektors und eventuelle Abweichungen vom Projekt.
Schritt 4 – Die zuständige Behörde über den Beginn der Arbeiten informieren
Vor dem tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten ist der Bauherr verpflichtet, eine Mitteilung über den geplanten Beginn der Arbeiten bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde – dem Kreisinspektorat für Bauaufsicht (PINB) – einzureichen.
Die Mitteilung ist mindestens 7 Tage vor dem geplanten Baubeginn einzureichen. Der Mitteilung sind beizufügen:
- Erklärung des Bauleiters über die Übernahme der Bauleitungsverpflichtung,
- Erklärung des Bauüberwachers (falls vom Bauherrn bestellt),
- Informationen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz (SiGe-Plan) – falls erforderlich.
Die Frist von 7 Tagen ist unüberschreitbar. Ein ohne Einreichung der Mitteilung begonnener Hausbau ist ein Schwarzbau, auch wenn die Baugenehmigung gültig ist.
Schritt 5 – Baustelle kennzeichnen
Gemäß den Vorschriften des Baurechts ist vor Baubeginn eine Bautafel auf dem Grundstück anzubringen. Die Tafel enthält:
- Art der Bauarbeiten,
- Adresse und Grundstücksnummer,
- Nummer der Baugenehmigung,
- Daten des Bauherrn und des Bauleiters,
- Notrufnummern.
Die Tafel wird vom Bauleiter aufgehängt. Das Fehlen kann zu Beanstandungen durch den Bauinspektor während der Baustellenkontrolle führen.
Schritt 6 – Grundstück und Fundament vorbereiten – parallel zur Modulproduktion
Hier beginnt der eigentliche Hausbau. Bei einem Modulhaus erfolgt die Vorbereitung des Grundstücks und des Fundaments parallel zur Modulproduktion im PARTNER-Werk. Dies ist der Mechanismus, der es ermöglicht, die gesamte Investition in 89 Tagen abzuschließen.
Was auf dem Grundstück zu organisieren ist:
- Vermessungsingenieur und Gebäudeabsteckung – vor der Fundamenterstellung steckt der Vermessungsingenieur den Gebäudegrundriss auf dem Grundstück gemäß dem Bebauungsplan ab. Ohne diesen Schritt ist nicht genau bekannt, wo das Fundament errichtet werden soll. Die Kosten für die Absteckung betragen je nach Standort 500–1.500 PLN.
- Fundament – ein Modulhaus ist leichter als ein Massivhaus, daher reicht oft eine Fundamentplatte anstelle tieferer Streifenfundamente. Die Erstellung einer Fundamentplatte für ein Haus mit einer Fläche von 80–120 m² dauert 2–4 Wochen und kostet schätzungsweise 20.000–40.000 PLN.
- Medienanschlüsse – prüfe, ob Strom, Wasser, Gas und Abwasser zum Grundstück geführt sind. Die Anschlussverfahren bei den Netzbetreibern solltest du parallel zur Fundamentvorbereitung einleiten. Die Wartezeit für einen Stromanschluss beträgt 2 bis 8 Wochen – wenn du dieses Verfahren erst nach der Hausmontage beginnst, verzögerst du unnötig die Abnahme.
- Zugang zur Baustelle – Module werden mit Tiefladern transportiert, die bis zu 3,5 m breit und bis zu 14 m lang sind. Die Zufahrtsstraße und die Einfahrt zum Grundstück müssen dies ermöglichen. Eine zu schmale Straße oder weicher, unbefestigter Boden sind häufige Gründe für Lieferverzögerungen.
Was muss der Bauherr nach Erhalt der Baugenehmigung tun?
| Schritt | Pflicht | Frist | Wer führt aus |
| 1 | Überprüfung der Endgültigkeit des Bescheids | Nach 14 Tagen ab Zustellung | Bauherr |
| 2 | Bestellung des Bauleiters | Vor Baubeginn | Bauherr |
| 3 | Abholung und Abstempelung des Bautagebuchs | Vor Baubeginn | Bauherr / Bauleiter |
| 4 | Mitteilung an das PINB über den Beginn der Arbeiten | Min. 7 Tage vor Start | Bauherr |
| 5 | Eintrag des Bauleiters in das Bautagebuch | Vor der ersten Arbeit | Bauleiter |
| 6 | Kennzeichnung der Baustelle mit einer Bautafel | Vor Baubeginn | Bauleiter |
| 7 | Absteckung des Gebäudes durch einen Geodäten | Vor der Fundamenterstellung | Qualifizierter Vermessungsingenieur |
| 8 | Fundamenterstellung | Parallel zur Modulproduktion | Fundamentteam |
| 9 | Einleitung der Anschlussverfahren | So früh wie möglich | Bauherr / PARTNER |
| 10 | Fertigstellungsanzeige | Nach den Installationsabnahmen | Bauherr / Bauleiter |
Bauaufsicht während des Modulhausbaus
Das Kreisinspektorat für Bauaufsicht (PINB) hat das Recht, die Baustelle jederzeit zu kontrollieren. Der Inspektor prüft:
- ob der Bau gemäß dem Bauprojekt durchgeführt wird,
- ob das Bautagebuch ordnungsgemäß geführt wird,
- ob der Bauleiter auf dem Grundstück anwesend ist,
- ob das Baugrundstück ordnungsgemäß gesichert ist.
Stellt der Inspektor eine Unregelmäßigkeit fest, kann er einen Baustopp anordnen. Beim Bau eines Modulhauses ist das Risiko von Unregelmäßigkeiten geringer als beim traditionellen Bau, da die meisten Arbeiten im Werk unter ständiger Qualitätskontrolle und nicht auf der Baustelle durchgeführt werden.
Expertenrat der Firma PARTNER
„Nach Erhalt der Baugenehmigung verlieren Bauherren oft Zeit, weil sie nicht wissen, was als Nächstes zu tun ist. Die Mitteilung an das PINB, das Bautagebuch, der Bauleiter – all das muss bereit sein, bevor die Tieflader mit den Modulen ankommen. Wir haben Situationen erlebt, in denen das Fundament fertig war, die Module ankamen, aber der Bauherr die Mitteilung an die Bauaufsicht noch nicht eingereicht hatte. Die Montage musste um eine Woche verschoben werden, weil die Arbeiten formal nicht begonnen werden durften.
Beim Bau mit PARTNER übermitteln wir dem Bauherrn eine konkrete Liste von Schritten mit Fristen – wer, was und wann nach Erhalt der Genehmigung zu tun hat. Wir helfen bei der Suche nach einem Bauleiter, koordinieren die Anschlussverfahren. Der Bauherr genehmigt das Projekt und nimmt die Schlüssel entgegen. Der Rest liegt bei uns.“
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Wann kann man in das neue Haus einziehen? Bauabschluss und Abnahme
Nach Abschluss aller Arbeiten – Modulmontage, Ausbau, Anschluss der Installationen – erstellt der Bauleiter eine Erklärung über den Bauabschluss und die Übereinstimmung der Ausführung mit dem Projekt. Der Bauherr reicht die Fertigstellungsanzeige beim PINB ein.
Der Anzeige sind beizufügen:
- Erklärung des Bauleiters,
- geodätische Bestandsaufnahme nach Fertigstellung (vom Vermessungsingenieur beauftragt),
- Abnahmeprotokolle der Installationen (Elektro, Gas, Lüftung).
Wenn das PINB innerhalb von 14 Tagen keinen Widerspruch einlegt – kann das Gebäude legal bezogen werden. Bei einem Modulhaus von PARTNER dauert dieser gesamte Abschnitt, von der Montage bis zur Abnahme, 2–4 Wochen.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was tun nach Erhalt der Baugenehmigung für ein Modulhaus?
Prüfe zuerst, ob der Baugenehmigungsbescheid bereits endgültig ist – es müssen 14 Tage ab Zustellung an alle Parteien vergangen sein. Bestelle dann einen Bauleiter, hole das Bautagebuch beim Landratsamt ab und reiche die Mitteilung an das PINB mindestens 7 Tage vor dem geplanten Baubeginn ein.
Ist beim Bau eines Modulhauses ein Bauleiter erforderlich?
Ja – der Bau eines Einfamilienhauses mit Genehmigung erfordert einen Bauleiter mit Befugnissen zur Leitung von Bauarbeiten in der statisch-konstruktiven Fachrichtung. Beim Bau eines Modulhauses hilft PARTNER bei der Suche nach einem qualifizierten Bauleiter.
Wie viel Zeit habe ich, um nach Erhalt der Genehmigung mit dem Bau zu beginnen?
Das Baurecht gibt dem Bauherrn 3 Jahre Zeit, um mit den Arbeiten ab dem Tag zu beginnen, an dem der Baugenehmigungsbescheid endgültig wurde. Wenn du in dieser Zeit nicht mit dem Bau beginnst, erlischt die Genehmigung.
Was ist die Mitteilung über den Beginn der Arbeiten und wo ist sie einzureichen?
Dies ist ein Dokument, das der Bauherr beim Kreisinspektorat für Bauaufsicht einreicht, das für den Standort des Grundstücks zuständig ist. Die Mitteilung muss mindestens 7 Tage vor dem geplanten Beginn der Bauarbeiten eingehen.
Kann die Bauaufsicht den Bau eines Modulhauses kontrollieren?
Ja – das Kreisinspektorat für Bauaufsicht hat das Recht, die Baustelle jederzeit zu kontrollieren. Es prüft die Übereinstimmung der Arbeiten mit dem Bauprojekt, den Zustand des Bautagebuchs und die Sicherung des Geländes. Bei einem Modulhaus erfolgt die meiste Produktion im Werk, daher ist der Umfang der Kontrolle auf dem Grundstück begrenzt.
Wann kann man nach der Montage in ein Modulhaus einziehen?
Nach Abschluss der Montage und des Ausbaus wird eine Fertigstellungsanzeige beim PINB zusammen mit der Erklärung des Bauleiters und der geodätischen Bestandsaufnahme eingereicht. Wenn die Inspektion innerhalb von 14 Tagen keinen Widerspruch einlegt, kann man legal in das neue Haus einziehen.
Ist ein Vermessungsingenieur beim Bau eines Modulhauses erforderlich?
Ja – ein qualifizierter Vermessungsingenieur steckt den Gebäudegrundriss auf dem Grundstück vor der Fundamenterstellung ab (Absteckung) und erstellt nach Abschluss des Baus eine geodätische Bestandsaufnahme nach Fertigstellung. Beide Dokumente sind gemäß den Vorschriften des Baurechts erforderlich.
Übernimmt PARTNER die Formalitäten nach Erhalt der Baugenehmigung?
PARTNER koordiniert den gesamten Prozess: Es übermittelt dem Bauherrn einen Zeitplan für die formalen Schritte, hilft bei der Suche nach einem Bauleiter und organisiert die Anschlussverfahren. Der Bauherr genehmigt das Projekt und nimmt an der Abnahme teil – den Rest erledigt der Hersteller.



